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Wachstumshormone durch Beintraining?

Wachstumshormone durch Beintraining?

Beintraining hat mehr Vorteile als Du denkst. Wir liefern Dir einen Überblick.

Beintraining und wachstumshormone (1)

Viele Menschen, die im Fitnessstudio trainieren empfinden ein Beintraining als anstrengend und umgehen dieses bewusst. Dabei gibt es für das Training der unteren Körperpartie mehr gute Gründe als vielen bisher bekannt ist. Inwieweit das Training der Beine im Körper mit Wachstumshormonen zusammenhängt, erfährst Du hier.

Beintraining und Wachstumshormone?

Wachstumshormone spielen für den Muskelaufbau eine wichtige Rolle. Unser Körper ist dazu in der Lage bei bestimmten intensiven Belastungen im Krafttraining vermehrt anabole Hormone auszuschütten. Dazu zählen unter anderem körpereigene Wachstumshormone wie Somatropin.

Da die Beinmuskulatur die mit größte in unserem Körper ist, kommt es bei einer intensiven Belastung dieser zu einer verstärkten Hormonausschüttung.

Auch wenn die Hormone durch das Beintraining verstärkt augeschüttet werden, wirken sich diese auf die gesamte Muskulatur in unserem Körper aus und können den Muskelwachstum begünstigen.

Es gibt verschiedene Wege die körpereigene Hormonausschüttung zu verstärken. Studien belegen dies.

Wachstumshormone | Squat

Eine Studie der University of North Texas hat ergeben, dass die Hormonausschüttung bei einem freien Krafttraining stärker erfolgt als an Geräten. So wurden laut der Studie beim Armtraining bei den Probanden geringere Mengen an anabolen Hormonen ausgeschüttet als beim Beintraining.

Eine der besten Wege die körpereigene Hormonausschüttung zu steigern, ist die freie Kniebeuge (Squat). Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Beinmuskulatur zu den größten in unserem Körper gehört. Das Training sollte für eine verstärkte Hormonausschüttung intensiv und mit schweren Gewichten erfolgen.

Freie Kniebeugen sprechen beim Training die Muskeln partieübergreifend an und involvieren unter anderem die untere Rückenmuskulatur. Da beim Squat die intermuskuläre Koordination (das Zusammenspiel der Muskeln) sowie die Körperspannung verbessert werden, hat dies einen hohen funktionalen Nutzen für den Trainierenden.

Wachstumshormone | Kurze Trainingspausen

In einer weiteren Studie hat sich herausgestellt, dass kurze Pausenzeiten im Training die Ausschüttung von Testosteron und Wachstumshormonen begünstigen.

Die Studie wurde mit 10 erfahrenen Athleten aus dem Krafttraining durchgeführt. Die Sportler wurden jeweils mit 60, 90 und 120 Sekunden Pausenintervall in den Übungen Kniebeuge und Bankdrücken mit 85 Prozent des One Repetition Maximum getestet. Es hat sich herausgestellt, dass die Blutwerte für Wachstumshormone bei den Athleten mit 60 Sekunden Pausenzeit nach dem Training am höchsten waren.

Wenn du an einer verstärkten Ausschüttung von Wachstumshormonen beim Training interessiert bist, versuche Deine Trainingspause möglichst gering zu halten. Dies wird das Training zwar nicht erleichtern, sich am Ende jedoch auszahlen.

Wachstumshormone | Sprint

In einer dritten Studie hat sich herausgestellt, dass Sprints Einfluss auf die Ausschüttung anaboler Hormone in unserem Körper haben.

Die Studie wurde mit sechs jungen Männern durchgeführt. Die Sprintzeit betrug sechs Sekunden. Besonders das anabole Hormon Testosteron wies nach dem Training erhöhte Werte im Blut der Probanden auf.

Um vom Sprinttraining zu profitieren und eine erhöhte Hormonausschüttung hervorzurufen, bietet es sich an Sprints in Dein Training zu integrieren. Anstatt die Beine im Fitnessstudio zu trainieren, versuche es doch mal mit ein paar Sprints auf dem Sportplatz. Sprints haben zahlreiche weitere Vorteile wie die Steigerung der Explosiv- und damit Maximalkraft sowie der aeroben Ausdauer.

Fazit

  • Hartes und intensives Beintraining kann die Ausschüttung von Wachstumshormonen in unserem Körper begünstigen und hat damit positiven Einfluss auf das gesamte Muskelwachstum in unserem Körper
  • Besonders die freie Kniebeuge (Squat) führt zu einer erhöhten Hormonausschüttung und hat darüber hinaus hohen funktionalen Nutzen für unseren Körper
  • Kurze Pausenzeiten im Krafttraining und Sprints können die Ausschüttung von Wachstumshormonen erhöhen

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