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USC x Basement Boulderstudio – wie unsere Community den Gipfel eroberte

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Es ist ein regnerischer und windiger Samstagmorgen. Der Winter ist offiziell da, deshalb ist es umso wichtiger, dass wir unsere Community zusammentrommeln, damit wir uns bei einem sportlichen Indoor-Event wieder aufwärmen können.

Heute hat sich Urban Sports Club für eine besonders schweißtreibende Session in Berlins neueste Untergrund-Location begeben. Im Herzen des Potsdamer Platzes hinter Lidl und gleich neben einem Café befindet sich das brandneue Studio, in dem du nach der Arbeit oder am Wochenende mit Freunden Dampf ablassen kannst. Und heute ist ein besonderer Tag, denn das Basement Boulderstudio öffnet für das USC Community Event seine Türen.

Die Community Events von Urban Sports Clubs sind eine gute Gelegenheit, um gleichgesinnte Sportfanatiker deiner Stadt zu treffen, neue Skills zu lernen und Partnerstandorte zu entdecken. Heute haben uns gleich drei ausgebildete Kletterprofis von Basement Boulderstudio die Grundlagen des Boulderns erklärt und Kletterwände gezeigt sowie unsere Fähigkeiten auf die Probe gestellt.

Das Event-Dreamteam von Urban Sports Club begrüßt die Teilnehmer vor der Tür des Studios und verteilt USC-Shirts. Basement Boulderstudio ist in jeder Hinsicht cool: Einer der großen Vorteile, dass das Studio im Keller ist, dass die Temperatur das ganze Jahr über gut geregelt werden kann – so hat der Raum immer die perfekte Temperatur zum Klettern. Dazu sieht er noch cool aus: Mit der schwarz-weißen Ästhetik und dem industriellen Dekor fühlt es sich an, als wäre man einem Berliner Underground Club.  

Es ist 10 Uhr morgens (beeindruckend früh für Berliner), als sich ca. 50 USC-Mitglieder im Café der Boulderhalle treffen – um sich zu unterhalten und gegenseitig kennenzulernen. Ich spreche mit einigen Leuten aus München, die heute zum ersten Mal bouldern. Ich erkläre, dass das hier heute das perfekte Event ist, um Bouldern zu lernen, denn die USC Community Events sind für alle Level geeignet. Kurz darauf begrüßt uns USC Event-Held Dario alle Teilnehmer. “Schön, dass ihr gekommen seid”, sagt er, “heute werden euch die Grundlagen des Boulderns beigebracht. Ihr lernt die Technik, habt viel Zeit zum Ausprobieren und danach haben wir spezielle Gäste von BlackRoll, die euch zeigen, wie ihr eure Faszien ausrollt. Und dann… Mittagessen!”

Wir folgen den Boulder-Lehrern auf die Matten und beginnen ein anspruchsvolles Aufwärmen mit Hampelmännern, Liegestützen und herausfordernden Schulterübungen. Danach teilen wir uns in Teams zu je 12 Personen auf.

Luke zeigt uns, wie wir klettern. Indem wir unseren Körper nah an der Wand halten und uns bei jeder Bewegung drehen, können wir das Gleichgewicht halten. Dann zeigt er uns, wie man richtig fällt. Einfach auf den Füßen landen und rückwärts auf den Hintern rollen – klingt gar nicht so schwierig oder? Wir versuchen es abwechselnd, und ich finde unerwarteterweise richtig Gefallen daran.

Wir fangen an, die grünen Routen zu klettern, doch es dauert nicht lange, bis uns das zu leicht wird und wir zu den gelben Routen übergehen. Wir teilen uns in 2er- und 3er-Teams auf, um unsere Klettergrenzen auszutesten und um den Rest der gigantischen Boulderhalle zu erkunden. Ich ziehe mit Jackie und Tom los, einem Paar, das auch ganz frisch beim Bouldern dabei ist. Wir probieren gemeinsam verschiedene Routen aus und ermutigen uns gegenseitig, immer weiterzumachen. Auf einer Route stecke ich plötzlich auf der Hälfte fest und weiß nicht, wie ich weiterkommen soll. Doch Tom hilft mir und sagt mir, wo ich mein Bein hinbewegen muss, um zum nächsten Griff zu kommen, damit ich es an die Spitze, das sogenannte “Top”, komme. Ohne seine Hilfe hätte ich es definitiv nicht geschafft und ich bin sehr dankbar, dass er da war.

Bouldern kann einen sehr glücklich machen. Die Routen werden “Probleme” genannt, da man herausfinden muss, wie man zur Spitze gelangt. Ich versuche eine Route und schaffe sie vielleicht nicht auf Anhieb, aber beim zweiten Versuch klappt es – das kann auch schnell süchtig machen.

Chris Redlich ist einer von vier Gründern des Basement Boulderstudios. Er erzählt mir, dass es fast vier Jahre gedauert hat, um diese Location zu finden. Früher wurde hier Laser-Tag gespielt. Chris begann 2012 mit dem Bouldern und war von Tag eins an begeistert. “Es war als hätte jemand einen Schalter in meinem Kopf umgelegt. Ich wusste, dass ich meinen Sport gefunden habe.”

Vor dem Bouldern spielte Chris Volleyball und machte Judo, aber Bouldern ist das, was wirklich sein Ding ist. “Es gibt den körperlichen Aspekt, den mentalen Teil, wie das Risiko – und dann gibt es noch das Probleme lösen. Und dabei ist jede Route anders.”

Chris traf Thomas und Fabi, die Besitzer von Bright Site, als er anfing, dort Klettern zu unterrichten. Thomas und Fabi sagten Chris, dass sie ein zentraler gelegenes Boulderstudio eröffnen wollen, das für Kletter jeden Levels zugänglich ist – und leicht zu erreichen. “Das war unsere Absicht”, sagt Chris. “Menschen nicht aufgrund von ihrem Fitnesslevel oder dem jeweiligen Wohnort in der Stadt auszuschließen.”

Doch nicht nur die Location hebt Basement Boulderstudio von anderen Boulderhallen ab. “Jede Boulderhalle in Berlin ist voll und überfüllt”, sagt Chris. “Hier gibt es viel Platz. Wir haben gelernt, dass es sehr wichtig ist, ausreichend Platz zwischen den Wänden zu haben, damit die Menschen nicht auf andere fallen.” Chris sagt, dass Kletterer tatsächlich etwa 80 % der Zeit am Boden auf der Matte verbringen – sie schauen an die Wand und versuchen das Problem mit Abstand zu lösen. “Wenn die Matten dann nicht groß genug sind, kann sich die Halle schnell überfüllt anfühlen, auch wenn niemand an den Wänden ist.”

Hier besteht dafür keine Gefahr. Chris und seine Mitgründer haben es möglich gemacht, genügend Raum für Menschen zum Klettern und daneben eine Trainingsmöglichkeit zu schaffen. Er sagt, dass die Nachfrage nach Trainingsmöglichkeiten in den letzten Jahren gestiegen ist, doch in den meisten Boulderhallen ist der Platz sehr begrenzt. “Hier haben wir 150 qm Trainingsfläche”, sagt Chris.

Basement Boulderstudio hat das Ziel, Bouldern für jeden zugänglich zu machen. “Wir haben auch eine LED-Wand für Anfänger”, sagt Chris. “Es gibt ein Gitter und unter jedem Loch ist ein Licht. So kannst du verschiedene Routen üben. Das gibt es in zwei verschiedenen Winkeln. Menschen die nicht super stark sind, können sich so auch daran versuchen. Wir haben viele hier, die sich dafür interessieren. Niemand, der vorankommen möchte, soll sich ausgeschlossen fühlen – unsere Trainingsgeräte sind nicht nur für die Elite.” Dieses Gefühl der Offenheit spürt man die ganze Zeit, denn die freundlichen Trainer und die machbaren Routen verhelfen einem dazu, dass man sich komplett wohlfühlt.

Gegen 12:30 Uhr, nach fast zwei Stunden Klettern, treffen wir uns auf dem Trainingsgelände für den BlackRoll-Teil des Events. Die nächsten 45 Minuten verbringen wir mit harten Schaumstoffbällen und Rollen, um unsere Muskeln von Kopf bis Fuß auszurollen, um unsere Faszien zu bearbeiten. Es ist schockierend, wie schmerzhaft diese Übungen sind, doch, wie von unserem Trainer Leon erklärt, “sind diese Übungen wichtig, um sicherzustellen, dass sich unsere Muskeln auf gesunde Weise erhohlen können”. Während des BlackRoll-Trainings lerne ich das Mädchen neben mir kennen. Sie kommt aus Kanada und zieht ein ebenso gequältes Gesicht, wie ich. Zwischen all den schmerzerfülltem Stöhnen reden wir über unseren Mangel an Flexibilität und die gemeinsame Liebe zu Flammkuchen.

Danach ist es Zeit für ein wohlverdientes Mittagessen mit veganen und vegetarischen Bagels. Wir nehmen uns alle eine USC Goodie Bag voller Insektensnacks (ohne Scherz!) und gesunde Smoothie Shots mit nach Hause. Als ich das Boulderstudio verlasse und mich erfrischt und energiegeladen fühle, verabschiede ich mich von meinen neuen Freunden mit dem Gefühl, dass mich an diesem Nachmittag nichts mehr runterziehen kann.

Unsere Community Events finden in ganz Deutschland statt. Behalte unsere Social Media-Kanäle im Auge, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Urban Sports Club hat unzählige Kletterpartner in ganz Europa. Wirf einen Blick auf unsere Webseite, um zu sehen, welcher in deiner Nähe ist.

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