WORKOUT

Ultimatives Summerfeeling mit der USC Beachvolleyball League

Es ist 20 Uhr an einem ziemlich frischen Juniabend. Das Treffen auf dem weißen Sand von BeachMitte hat etwas nahezu Magisches an sich: Vielleicht weil es ein ganz neues Gefühl ist, mit Kollegen nach der Arbeit Sport zu machen oder weil ich aufgeregt bin, an einem Turnier teilzunehmen. Auf jeden Fall haben wir zwei Stunden Beachvolleyball vor uns – die Atmosphäre knistert förmlich und die Stimmung ist grandios.

Vielleicht hast du schon von der Urban Sports League gehört. Seit drei Jahren organisiert Urban Sports Club Fußballturniere, bei denen sich lokale Unternehmen aus Städten in ganz Deutschland treffen, um gegeneinander auf dem Fußballplatz anzutreten. Und in diesem Sommer hat die Urban Sports League ihre Range erweitert und die erste Beachvolleyball League in Berlin gegründet.

Patrick Gruhn ist der Organisator der USC Beachvolleyball League und ein Semiprofi. In Berlin geboren und aufgewachsen, war der Sport seit seiner Kindheit Teil seines Lebens, da sein Vater früher in der 1. Volleyball-Bundesliga gearbeitet hat. „Beachvolleyball ist sozusagen der kleine Bruder des Hallenvolleyballs. Doch erst nach den olympischen Spielen 1996 in Atlanta wurde die Sportart so richtig bekannt“, sagt er. Seitdem ist Beachvolleyball in Deutschland immer beliebter geworden. Vor allem in Berlin, denn hier gibt es mehrere große professionelle Beachvolleyballplätze.

Patrick begann seine Karriere beim Hallenvolleyball, doch nach einer Schulterverletzung durfte er nur noch auf Sand spielen. Schon bald merkte er, dass ihm das eigentlich viel besser gefiel. „Es sind nur zwei anstatt sechs Spieler auf dem Feld, so ist man stärker gefordert, als Spieler seine ganzen Talente einzusetzen“, sagt Patrick. So konnte er seine Verteidigung, Offensive, Blocks und Schläge perfektionieren und wurde schnell zu einem Volleyballspieler aus Leidenschaft. „Beim Beachvolleyball kämpft man um jeden Punkt, der gespielt wird. Du musst alles geben. Außerdem ist es draußen in der Natur und man kann bei 4°C oder auch bei 40°C spielen – alles ist möglich.“

Patrick teilt sich seine Zeit zwischen dem Management der Beachvolleyball Liga, dem Trainieren und eigenen Spielen selbst ein. Und heute ist er hier, um Beachvolleyball zu trainieren. Die League ist für alle Level geeignet – eine gute Nachricht für mich, denn ich bin keine gute Volleyballerin.

Heute Abend sind 40 Spieler verschiedener Unternehmen, wie N26, Moovel, Foodspring und Vehiculum Leasing, zusammengekommen. Jeden Mittwochabend sind von 20 – 22:00 Uhr drei Plätze für die League reserviert, die von je einem Trainer betreut werden. In der ersten Stunde stehen einige Übungen auf dem Programm. „Teilt euch in drei Teams auf und lasst uns mit dem Training beginnen!“, ruft Patrick. Mein Trainer ist dieses Mal Ben, der gleichzeitig auch als Internal Communications Manager bei Urban Sports Club arbeitet.

Wir finden uns paarweise zusammen. „Beugt eure Ellenbogen hinter den Kopf und werft euch gegenseitig den Ball zu“, sagt Ben. Wir fangen den Ball, werfen ihn vor uns in die Luft und werfen ihn zurück zu unserem Partner.

Wenn es eine Sache gibt, bei der ich mir wirklich wünsche, gut zu sein, dann ist das Beachvolleyball. Ich habe es im letzten Jahr zum allerersten Mal in München gespielt und seitdem hat mich das Volleyball-Fieber gepackt. Und das nicht nur wegen des Teamspirits und dem Outdoor-Feeling, sondern auch wegen der Mitspieler. Beachvolleyballspieler sind ganz besondere Menschen. Sie würden dir ihren letzten Schokobrownie geben oder dich nach Hause fahren, auch wenn du wirklich weit weg wohnst. Kurz gesagt: Beachvolleyballspieler sind absolut legendär.

Ich bin blutige Anfängerin, deshalb ist die Trainingsstunde vor dem Spiel von unschätzbarem Wert. Ben führt uns durch das Aufschlagen, Baggern und Zuspiel, was mir ein wenig die Angst nimmt, am Turnier teilzunehmen. Mein Aufschlag ist nicht sehr gut – ich lasse den Ball auf meine Faust fallen und gebe ihm einen kräftigen Schlag von unten ­– doch er geht über das Netz und das ist alles, was zählt.

Nach einer besonders komplexen Trainingsübung, die Ben schließlich aufgibt (ich war so verwirrt dass ich anfing, mich im Kreis zu drehen), wird Zeit, das Spiel zu beginnen. Heute spielt Urban Sports Club gegen N26. Wir spielen fünf Sätze in 4er-Teams, da heute sechs USC-Spieler anwesend sind. Wir routieren also mit jedem Aufschlag.

Das Spiel hat von Beginn an ein hohes Tempo, denn N26 sind starke Gegner. Einer ihrer Spieler, ein großer, sehr tätowierter italienischer Mann ist so engagiert, dass er sich von einer zu anderen Seite des Platzes wirft und alle verfügbaren Körperteile nutzt, um den Ball nur irgendwie in der Luft zu halten. Er erzielt einen wunderbaren Punkt alleine nur mit seinem Ellenbogen. Eine Leistung, die so beeindruckend ist, dass ich nicht anders kann, als zu applaudieren.

Doch der tätowierte Italiener schafft es nicht, gegen USC’s Head of Marketing Torsten anzukommen, der mit gleich hohem Einsatz scheinbar unmögliche Bälle mit Füßen, Armen und Kopf abwehrt. Er erzielt einen unverschämt guten Punkt, indem er einen ganzen Meter hoch in die Luft springt und den Ball mit seiner nach unten gerichteter Faust übers Netz schmettert.

Während dieser höchst beeindruckenden Szenen, kauere ich in der Ecke des Spielfeldes. Denn das Problem beim Beachvolleyball ist, dass eine einzige Person sehr leicht das ganze Spiel ruinieren kann. Einen Schlag falsch eingeschätzt und schon vermasselt man schnell einen Punkt. Und das trifft mich besonders und macht das Spielt zu einer emotionalen Achterbahnfahrt. Den Ball, den ich gerade verpasst habe, haben wir wieder ausgeglichen, in dem wir einen Punkt machen, der uns den ganzen Satz gewinnen lässt. Meine Stimmung wechselt also minütlich von verzweifelt zu total euphorisch. Nach dem zweiten Satz bin ich emotional total erschöpft und wirklich ziemlich wackelig auf den Beinen.

Am Ende jedes Spiels wechseln beide Teams die Seiten. Und dann ereignet sich etwas Seltsames: Wer sich auf der Spielfeldseite gegenüber der Straße befindet, macht seine Gegner komplett fertig. Und dann, Minuten später im nächsten Spiel, verliert die Gewinnermannschaft kläglich. Wirklich sehr mysteriös.

Das Team USC ist im Nachteil, weil wir auf der verfluchten Seite gestartet haben – was natürlich bedeutet, dass N26 den finalen Satz und damit das gesamte Spiel gewinnt. Aber davon lassen wir uns nicht beirren. Es war offensichtlich schwarze Magie am Werk. In der Zwischenzeit hat Patrick alle Plätze im Blick, ruft Ratschläge und ermutigt die Spieler.

Nach unserem hitzigen, wenn auch verfluchten, Spiel wird es Zeit für ein weiteres Highlight: Freigetränke an der Bar von BeachMitte. „Es ist wirklich schön, etwas zu tun, das die Menschen glücklich macht“, erzählt Patrick mir. „Es ist, als würde man Freunde zu seiner Hausparty einladen, die man lange vorbereitet hast. Du hast du Getränke gemixt, alles aufgeräumt und eine Tanzfläche geschaffen – und jeder kommt und hat Spaß. Vielleicht hast du Leute aus mehreren Freundeskreisen eingeladen und du schaust zu, wie sich alle mischen und unterhalten. Es ist einfach nur super cool.“

Wenn du zu Patricks Hausparty aka der Urban Sports Club Beachvolleyball League kommen möchtest, dann melde dich jetzt für die zweite Saison an.

Im August veranstaltet die Urban Sports League im Beach61 in Kreuzberg einen Firmenpokal mit 18 Teams – Alle Spieler und Level sind willkommen. Nähere Infos findest du hier.

Du kannst auch bei unseren vielen Beachvolleyball-Partnern in Europa spielen. Wirf’ einen Blick auf unsere Webseite und finde Partner, die in deiner Nähe sind.

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply