HEALTH

Die Macht des Unterbewusstseins

Wie du deine Neujahrsvorsätze auch wirklich in die Tat umsetzt

Hast du dich schon mal gefragt, warum du phasenweise besonders viel Sport machst und dann wieder kaum oder gar nicht?

Die Antwort liegt meist im Unterbewusstsein, das 95 % unserer Entscheidungen steuert.

Wenn es für dein Unterbewusstsein unmöglich erscheint, dein Ziel zu erreichen, dann ist dies auch in der Realität unmöglich. 

Die gute Nachricht ist jedoch: Du kannst dein Unterbewusstsein selbst verändern.

Wenn du beispielsweise davon überzeugt bist, dass Abnehmen für dich schwer oder sogar unmöglich ist, dann wird dein Unterbewusstsein auch dein Handeln steuern. Stell dir vor, du entscheidest dich, ab sofort gesund zu ernähren und Sport zu machen. Dies klappt vielleicht für 4 Wochen – bis du abnimmst. Da tief in dir verankert ist, dass du nicht abnehmen kannst, wird dein Unterbewusstsein irgendwann dafür sorgen, dass du wieder Entscheidungen triffst, die dich in deine alten Haltung zurückbringen. Es wird dir schwerer fallen, Sport zu machen oder dich gesund zu ernähren und plötzlich gibst du auf. Du wirst darin bestätigt, dass du wenig durchhalten kannst und wirklich nicht abnehmen kannst.

Wie klappt es also, dass du langfristig deine Gewohnheiten transformierst? 

Wir manifestieren unsere Ziele auf unterschiedlichen Ebenen: über unsere Gedanken, Worte und Taten. Die meisten Personen versuchen, ihre Gewohnheiten auf der Handlungsebene zu ändern. Dies führt in der Regel nur zu kurzfristigem Erfolg.

Meiner Erfahrung nach ist die größte Transformation nur möglich, wenn wir auf allen drei Ebenen arbeiten. Wenn wir bewusst unsere Gedanken und Worte wahrnehmen und liebevoll ändern, folgen unsere Handlungen – und zwar langfristig. 

Es gibt viele unterschiedliche Methoden, um an deinem Unterbewusstsein zu arbeiten. Diese 4-Schritte-Formel ist eine Möglichkeit, die dich dabei unterstützt, deine Ziele auch tatsächlich und vor allem mit mehr Leichtigkeit zu erreichen (die Methode kann sich, je nach Person, in Coachings abwandeln). 

Meine 4-Schritte-Formel 

1. Deine Glaubenssätze

Wer bist du momentan? Oder wie beschreibst du dich? Was sagst oder denkst über dich? 

Bezeichnest du dich selbst als unsportlich? Erzählst du anderen, dass du ein hoffnungsloser Fall bist, wenn es ums Tanzen geht? Bist du der Überzeugung, dass Kreativität einfach nicht zu deinen Stärken gehört?

Dies mag momentan deiner Realität entsprechen. Die Frage ist nur, möchtest du, dass dies für immer Teil deiner Identität bleibt? Denn: Dies ist nur eine Geschichte, die du dir momentan erzählst. Deine Geschichte muss jedoch nicht deine Zukunft bestimmen.

Schritt 1: Nimm dir einen Zettel und einen Stift. Schalte dein Smartphone auf Flugmodus und beschäftige dich intensiv damit, wer du denkst, momentan zu sein.

Beispiele

Ich bin dick. 

Ich bin unsportlich. 

Ich kann nicht zeichnen. 

Ich habe mich nicht in Griff, wenn ich Schokolade esse. 

2. Bye bye alte Identität

Beginne mit einem Glaubenssatz. Wir möchten am liebsten immer alles auf einmal verändern, aber wenn du wirklich erfolgreich sein möchtest, ist Fokus essenziell. 

Also entscheide dich für einen Glaubenssatz, den du zuerst transformieren möchtest.

Um Platz für Neues zu schaffen, muss Altes gehen. Werde dir bewusst, wann immer dein alter Glaubenssatz präsent ist. 

Stell dir Fragen wie…:

Wie reagiert mein Körper, wenn ich XY glaube? Wann bin ich besonders überzeugt von XY? 

Wann immer du bemerkst, dir mit deinen Gedanken oder Worten selbst im Weg zu stehen, sag dir innerlich:

 “Ich verändere mich”

Klingt simpel und ist es auch. Wir sind häufig der Überzeugung, dass wir besonders komplizierte Methoden brauchen, um uns zu verändern (dies ist auch nur ein Glaubenssatz – ab jetzt darfst du dich damit anfreunden, dass Veränderung einfach sein darf, ansonsten ist sie nämlich besonders schwer 😉


3. Du bist mitten im Prozess

Ab jetzt bist du auf dem Weg zu deinem Ziel. Häufig vergessen wir vor lauter Vorfreude nämlich den Weg und den Prozess. Wir möchten das Ziel am liebsten so schnell wie möglich erreichen und übersehen dabei oft die kleinen Schritte, die essentiell sind, um unser Ziel irgendwann zu erreichen.

Funktionieren Mantras oder positive Affirmationen wie “Ich liebe mich” , “Alles ist perfekt” oder “Ich akzeptiere mich so, wie ich bin” irgendwie nicht für dich?

Das überrascht mich gar nicht. Meiner Erfahrung nach führen diese Mantras nämlich häufig nicht zum gewünschten Erfolg. 

Wenn wir versuchen, uns etwas erzählen, was wir eigentlich überhaupt nicht glauben, ist es so, als würden wir uns eine Lüge erzählen. 

Nur wissen wir, dass dies eine Lüge ist und fallen nicht darauf rein. Glaubst du deiner eigenen Lüge? Vermutlich nicht.

In meiner Arbeit als Coach sehe ich immer wieder, dass bestimmte positive Affirmationen dafür sorgen, dass Personen sich noch schlechter fühlen oder noch weniger Motivation haben als zuvor.

Deshalb: 

Erlaube dir, im Prozess zu sein und formuliere Sätze wie…

Ich bin dabei, sportlich zu sein.

Ich bin im Prozess, abzunehmen.

Mit jedem neuen Tag und Atemzug bin ich kreativer und kreativer.

Ich erlaube mir, mich selbst zu akzeptieren.

Ich bin bereit, meinen Körper liebevoll zu betrachten.

(Platziere diese Sätze an einem Ort, der gut sichtbar ist und wiederhole sie regelmäßig)


4. Take Action!

Nun macht es auch wirklich Sinn, in die Handlung zu gehen. Ansonsten kannst du vielleicht für ein paar Wochen dein neues Ich kreieren, wirst dann aber wieder von deinem Unterbewusstsein gestoppt.

Denk immer daran: Du triffst etwa 95 % deiner Entscheidungen auf einer unterbewussten Ebene und nur 5 % auf  bewusster Ebene. Deshalb sind die vorherigen Schritte unheimlich kraftvoll, um langfristig deine neuen Gewohnheiten zu deiner Identität zu machen.

Frag dich, was du machen musst, um dein Ziel zu erreichen. Wo möchtest du in einem Jahr stehen? Was bedeutet dies für die einzelnen 12 Monate, die vor dir liegen? Was musst du ab jetzt wöchentlich machen? 

Trag dir dies in den Kalender ein: If it’s not scheduled, it’s not happening.

Je klarer du deine Ziele formulierst, desto besser.

Wenn du deine Gewohnheiten langfristig verändern möchtest, ist eine bewusste Arbeit mit deinen Gedanken, Worten und Handlungen kraftvoll. Ansonsten bleibt es meistens bei den Vorsätzen, da dein Unterbewusstsein steuert, in deiner gewohnten Komfortzone zu bleiben.

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Bio:

Jennifer ist Ernährungs- & Mindfulness Coach und unterstützt Frauen dabei, voller Leichtigkeit zu leben. Nicht nur äußerlich, sondern vor allem innerlich. Sie kombiniert Ernährungswissen mit Psychologie und tiefen Meditationen. Ihre Vision ist es, Frauen von Ernährungs-Verboten zu befreien und Gesundheit bewusst voller Freude zu wählen.  

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