Sport mit Maske – ist Training mit Mundschutz sicher?

Aktuell kehrt in der Coronakrise etwas Entspannung ein: Zwar ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Teilen des öffentlichen Raums in allen Bundesländern für uns inzwischen schon zum Alltag geworden, doch sehr zu unserer Freude erfährt jetzt, neben Fitnessstudios, Schwimm- und Freizeitbädern, EMS– und Kryotherapie-Studios sowie Wellness, Sauna und Massage  auch der Kontaktsport, zumindest in Berlin, weitere Lockerungen.

Ab sofort sind Kontakt- und Mannschaftssportarten mit festen Trainingspartnern wieder möglich.

Was bedeutet das für Sportler? Müssen sie sich mit einer Maske wappnen?

Wo genau man gesetzlich dazu verpflichtet ist in Indoor-Sportstätten eine Atemmaske zu tragen, kannst du der jeweiligen Landesverordnung entnehmen. Lies weitere Informationen hier nach.

Bei der Sportausübung selbst, kannst du weitgehend noch selbst entscheiden, ob du eine Atemmaske tragen möchtest.

Doch wie sinnvoll ist eine Mund-Nasen-Bedeckung beim Sport? Stört sie beim Training? Worauf muss man achten, wenn man sich dafür entscheidet?

Dr. med. Jann Gerken, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Helios Klinikum Berlin-Buch und Helios MVZ Arthropädicum Berlin-Kaulsdorf, erklärt, was du alles zum Sport mit Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) wissen solltest.

Atemmasken beim Sport im Freien sind nicht notwendig

Drinnen oder draußen? Grundsätzlich gilt es, zwischen Sport in geschlossenen Räumen und Sport an der frischen Luft zu unterscheiden. „Meiner persönlichen Meinung nach macht es überall Sinn, eine Atemmaske zu tragen, wo es nur schwer möglich ist, den Mindestabstand zu halten und Räume ausreichend zu lüften“, sagt Dr. Gerken.

Für eine Infektion ist eine gewisse Menge an Viren erforderlich, die auf einzelnen der winzigen Aerosol-Tröpfchen gar keinen Platz finden.

Im Freien sind Infektionen durch Aerosole unwahrscheinlicher, da die winzigen Partikel an der frischen Luft verteilt und stark verdünnt werden, so dass von ihnen eine geringere Gefahr ausgeht.

Insbesondere hochintensives Ausdauertraining sollte man deshalb auch in die freie Natur verlegen. Das ist zum einen schwierig mit einer Atemmaske zu absolvieren. Zum anderen ist die Aerosolbelastung höher als bei anderen Aktivitäten. 

Wichtig:

Wer mit mehreren Personen draußen gemeinsam trainiert, sollte auch darauf achten, dabei ausreichend Abstand zu halten. Auf Grund starker Verwirbelungen können sich Aerosole – und damit auch Coronaviren – länger in der Luft halten, bevor sie zu Boden sinken. Das haben Wissenschaftler der Universitäten Leuven in Belgien und Eindhoven in den Niederlanden in einer Studie herausgefunden.

Die Maske hat keinen Einfluss auf Sauerstoffzufuhr

Auf die Frage hin, ob eine MNB die sportliche Leistung beeinflusst, konstatiert Dr. Gerken: „Auch wenn man meinen könnte, dass man mit einer Atemmaske ein Höhentraining imitieren kann, so ist die Studienlage klar: Das funktioniert nicht.“

Zwar bestehe subjektiv oftmals der Eindruck, Masken erschweren das Atmen. Doch sei es „nicht wirklich so, dass weniger Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid durchkommt. Die Gefahren und Risiken beim Tragen einer Atemmaske sind demnach überschaubar“, macht Dr. Gerken deutlich.

Wer mit Maske Sport treibt, sollte nicht zu hart trainieren

„Das Training mit einer Atemmaske ist anstrengender, aus dem einfachen Grund, weil man muskulär einfach mehr Kraft aufbringen muss, um gegen einen Widerstand zu atmen“, sagt Dr. Gerken. Demnach ist die Atemarbeit erschwert.

„Deshalb sollte man die Intensität des Workouts unbedingt dahingehend anpassen, sich realistische Trainingsziele stecken und dabei gut auf den eigenen Körper achten“, rät der Experte.

Das heißt, dass du nicht maximal intensiv trainieren und nicht bis an deine Belastungsgrenze gehen solltest. „Ich empfehle in geschlossenen Räumen ein moderates Trainingsprogramm mit nicht allzu ambitionierten Zielen.“

Für die Maske beim Sport möglichst dünnes und leichtes Material wählen

Zwar sollte jeder für sich selbst entscheiden, mit welcher Art von Atemmaske er sich beim Training wohl fühlt, doch prinzipiell sind FFP-Masken mit Atemventil weniger für den Sport geeignet. Sie schützen zwar den Träger davor, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, aber sie erschweren die Atemarbeit enorm.

Wenn man eine MNB beim Sport tragen möchte, sollte man bei der Wahl auf das richtige Material achten. „Ich empfehle dafür Stoff- oder auch Einwegmasken„, rät Dr. Gerken.

Darüber hinaus ist es wichtig, die Atemmaske beim Sport zu wechseln, sobald sie feucht geworden ist. „Wenn eine Maske feucht wird, erfüllt sie ihren Zweck nicht mehr und wird unbrauchbar!“ Darüber hinaus bietet das feuchtwarme Klima einen idealen Nährboden für Keime.

An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass „Einwegmasken wie der Name schon sagt nur für den einmaligen Gebrauch gedacht sind. Nach dem Gebrauch sollten sie entsorgt werden. Stoffmasken sind hingegen nach mindestens einem 60°-Waschgang mehrfach verwendbar. Bestenfalls bügelt man die Masken im Anschluss noch, um absolut sicherzugehen, dass sie keimfrei sind“, empfiehlt der Experte.

Fazit: Beim Sport eine Bedeckung über Mund und Nase zu tragen ist nach aktuellen Erkenntnissen ungefährlich und oft auch sinnvoll. Vorausgesetzt, du hältst dich dabei an alle anderen Hygienemaßnahmen und die richtige Benutzung der Maske.

„Insbesondere in Zeiten von Homeoffice ist ausreichend Bewegung für das innere Gleichgewicht, die mentale Stärke und auch eine gesunde Immunabwehr, um Krankheiten vorbeugen zu können, enorm wichtig. Selbstverständlich kann man sich mit Sport nicht vor einer Ansteckung schützen. Doch mit starken Abwehrkräften ist man weniger anfällig für Krankheitserreger!“

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