So minimierst du beim Sport das Corona-Risiko

Bundesweit haben Fitnessstudios und andere Sporteinrichtung seit Tagen, mancherorts sogar bereits seit Wochen, wieder ihre Türen geöffnet. Schon vor der Wiedereröffnung unserer Partner-Standorte war klar, dass das Training, auf lange Zeit gesehen, erst einmal nicht dasselbe sein wird, wie vor der Pandemie.

Doch aus Angst vor einer Infektion weiter zu Hause bleiben, ist auch keine Lösung. Vor allem jetzt nicht, da der Sommer an die Tür klopft. Je fitter du bist, desto besser arbeitet nämlich auch dein Immunsystem. Mit einem starken Immunsystem wehrst du Erreger nicht nur besser ab. Selbst bei einer Infektion verlaufen die Symptome in der Regel glimpflicher.

Zwar bleiben die Kontaktbeschränkungen voraussichtlich bis zum 29. Juni bestehen, doch dank der derzeitigen Erfolge bei der Eindämmung der Corona-Pandemie können die Bundesländer mehr und mehr Lockerungen beschließen. Die Hygiene- und Abstandsregeln gelten nach wie vor. Für unsere Partner-Standorte bedeutet das, dass sie bei der Wiedereröffnung ein ausreichendes Sicherheitskonzept und Hygieneplan vorlegen müssen.

Ist das Training im Fitnessstudio trotz Corona-Krise sicher?

Viele Partner reagieren mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Maßnahmen, um dir eine hygienisch-saubere Umgebung ihres Sportangebotes zu bieten, in der du bedenkenlos wieder zur gewohnten Form zurückkommst. Wie das aussieht, zeigen dir beispielhaft Holmes Place und Just Fit.

Vielen von uns werden sich dennoch die Frage stellen, ob das Training im Lieblingsstudio trotz Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen wieder sicher ist?

Wie sicher dein Workout ist, hängt im Wesentlichen nicht nur vom Sicherheitskonzept deines Gyms ab, sondern auch davon, wie konsequent du dich daran hältst.

Du selbst kannst und solltest künftig dazu beitragen, eine mögliche Ansteckung im Gym zu vermeiden. Worauf du dabei unbedingt achten solltest, um in Pandemie-Zeiten sicher und verantwortungsbewusst Indoor zu trainieren, haben wir dir im Folgenden – angelehnt an die Maßnahmen der Bundesregierung gegen COVID-19 – auf einen Blick zusammengefasst.

1. Wenn du dich krank fühlst, bleib zu Hause

Grundsätzlich gilt: Wenn du dich krank fühlst, solltest du überhaupt nicht trainieren. Erst recht zu Hause bleiben, wenn du Symptome wie zum Beispiel Fieber, Husten, Halsschmerzen aufweist.

Mittlerweile ist es allgemein bekannt, dass die Inkubationszeit des Coronavirus, also die Zeit zwischen Ansteckung und ersten Symptomen wie Husten oder Halsweh, zwischen 2 und 10 Tagen liegt.

Hier erhältst du weitere wichtige Information zur Symptomatik und zum Verlauf der Virus-Infektion.

Laut Dr. Jochen Hahn vom Herzzentrum Leipzig empfiehlt es sich, regelmäßig den Ruhepuls am Morgen zu kontrollieren. Denn der verrät dir, noch vor eventuell erscheinenden Symptomen, ob dein Immunsystem geschwächt ist. Dabei gilt: Ist der Ruhepuls am Morgen höher als sonst, solltest du aufs Training verzichten.

2. Wasch dir vor und nach dem Training gründlich die Hände

30 Sekunden lang solltest du deine Hände ausgiebig waschen – auch zwischen den Fingern und auf den Handrücken. Trockne deine Hände unbedingt mit Einmalhandtüchern ab, niemals mit Handtüchern, die auch andere benutzen – das sind wahre Keimschleudern.

3. Bleib auf Abstand zu anderen Trainierenden

Auf den Handschlag oder die Umarmung mit dem Studio-Kumpel solltest du momentan ganz verzichtest. Solltest du Husten oder niesen müssen, halte dir die Armbeuge vor den Mund (nicht die Hand!). Achte darauf, stets den empfohlenen Mindestabstand zum nächsten Trainierenden einzuhalten.

4. Besuche nur Gruppenkurse in gut belüfteten Räumen oder im Freien

Bei Gruppenkursen ist es besonders wichtig, genügend Abstand zum Nachbarn einzuhalten. Wichtig ist auch, dass der Raum gut belüftet ist, damit sich keine „stehenden“ Aerosol-Wolken in der Luft halten.

Gute Alternative zur Indoor-Aktivität: Den Kurs gemeinsam nach draußen verlagern.

Bestenfalls sollten bei Gruppentraining alle Trainierenden in eine Richtung schauen. Das heißt, man sollte niemandem vis à vis gegenüber steht, sondern mit dem Gesicht zum Rücken des Vordermannes. Auch zu Trainerinnen und Trainern mit der Blickrichtung in den Raum, sollte der vorgeschriebene Mindestabstand unbedingt eingehalten werden.

5. Desinfiziere die Geräte!

An allen Fitnessgeräten und auch im Hantelbereich findest du jetzt Desinfektionsmittel. Sprühe konsequent bei jedem Gerätewechsel die Griffe und alle Flächen damit ein, die du bei der jeweiligen Station mit den Händen berührt hast und lasse es 30 Sekunden lang einwirken. Um ganz sicher zu gehen, desinfiziere die Geräte auch VOR deinem Training, du weißt nie, wie gründlich dein Vorgänger bei der Reinigung war.

Danach wischst du die Flächen mit den ebenfalls bereitgestellten Einmal-Papiertüchern ab und entsorgst sie. Ein sauberes Handtuch hast du ja ohnehin immer dabei. Das nutzt du an allen Stationen im Studio, um deinen Schweiß aufzufangen.

6. Überlege bewusst, was du anfasst!

Eine Ansteckung mit dem Coronavirus ist theoretisch auch über kontaminierte Türgriffe, Schlüssel von Schranktüren oder auch durch Bargeld möglich. Generell können Viren auf solchen Flächen bei Raumtemperatur etwa 4 Tage lang überleben. In Sportstudios hast du demnach das gleiche Risiko einer Infektion wie an allen anderen öffentlichen Orten.

Deshalb achte nicht nur beim Betreten, sondern auch beim Verlassen der Sportstudios auf Handhygiene. Fasse dir möglichst auch nicht mit den Händen ins Gesicht!

Sport mit Atemmaske

Die Maskenpflicht gilt zwar in allen Bundesländern – erst einmal vor allem beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Immer mehr Menschen denken aber auch darüber nach, eine Mund-Nasen-Bedeckung beim Sport zu tragen, um andere zu schützen.

Verpflichtenden ist das Tragen einer Atemmaske beim Sport nicht. Doch, wenn du dich dafür entscheiden solltest, ist es gut zu wissen, ob eine Bedeckung der Atemwege beim Sport nicht sofort durchfeuchtet und damit wirkungslos wird. Stört die Atemmaske beim Atmen? Was musst du beim Tragen einer Atemmaske beim Sport beachten?

Noch Fragen?

Diese und auch noch weitergehende Fragen zu den aufgeführten Tipps, beantwortet dir unser Experte Ralph Scholz, der Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Industrieverband für Fitness und Gesundheit (DIFG) e.V. in einer Q&A-Runde auf unserem Instagram-Channel.

Nutze die Möglichkeit und schau heute noch auf unserem Instagram-Channel vorbei. Per Story kannst du jetzt deine Fragen einreichen und erfährst am darauffolgenden Tag alles, rund um das Thema Sport in Zeiten von Corona.

In einem sind wir uns alle einig: Panik hilft nicht gegen das Coronavirus, im Gegenteil: Bleibe ruhig und sorge für ein starkes Immunsystem, auch und gerade, indem du sportlich aktiv bleibst. Mit konsequenter Hygiene und ausreichend Sicherheitsabstand zu anderen Trainierenden kannst du verantwortungsvoll Indoor trainieren!

Die Tipps in diesem Artikel ersetzen keine medizinische Beratung. Bitte konsultiere daher immer deinen Hausarzt, wenn du dir unsicher bist. Viel Spaß beim Sport!

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